Bulimie

Bulimie

Was ist Bulimie?

Bulimie ist ein Syndrom, das mit einer Essstörung und Magersucht zusammenhängt. Typisch für die Bulimie sind Essanfälle, bei denen große Mengen an Nahrung zu sich genommen werden und mit anschließender gegenregulatorischer Maßnahmen in Form von Erbrechen, Diäten oder Sport, einhergehen. Die meisten Fälle von Bulimie führen ein verändertes Selbstbild mit sich.  

Von einer Bulimie sind überwiegend Mädchen im Teenageralter betroffen. In Deutschland leiden ungefähr 1-3% der Frauen an Bulimie – mehr als an Anorexie (Magersucht) leiden.  Der Anteil der Männer ist deutlich niedriger.

 

Was sind die typischen Symptome bei Bulimie?

Bulimie ist ein Syndrom mit folgenden Verhaltensmustern:

  • Beschäftigen mit Ernährung
  • Essanfälle
  • Mindestens zwei Mahlzeiten pro Woche über 3 Monate mit übermäßiger Nahrungsaufnahme
  • Einnahme von Abführmitteln, harntreibenden Mitteln, Appetitzügler oder Stoffwechselmedikamente
  • Periodenweise Nahrungsverweigerung
  • Erbrechen
  • Verändertes Selbstbild und Minderwertigkeitsgefühle
  • Übertriebende Gewichtskontrolle
  • Streben nach Untergewicht
  • Schlechtes Gewissen nach Nahrungsaufnahme
  • In den meisten Fällen sind die Betroffenen normalgewichtig und versuchen ihren krankhaften Zustand vor Freunden und Familien zu verstecken.

 

Welche Ursachen gibt es für Bulimie?

Eine Bulimie entsteht in den meisten Fällen aufgrund von einem Zusammenspiel mehrerer Faktoren. Diese Faktoren sind beispielsweise soziale Relationen, die familiäre Situation, Kultur und Genetik. Die vermehrte Aufmerksamkeit der Gesellschaft auf das äußere Erscheinungsbild und einem schwer zu erreichenden Schönheitsideal, spielen eine große Rolle in der Entwicklung der Krankheit. Theorien vermuten, dass Personen mit Bulimie, die ein perfektes und schlankes Äußeres anstreben, einen unkontrollierbaren Essensdrang erleben und das aus diesem Grund die Essanfälle auftreten. Einige der Faktoren, die zu einer Bulimie führen können, sind unter anderem bestimmte Charakterzüge wie Perfektionismus und Impulsivität. Darüber hinaus ist das Risiko für eine Bulimie erhöht, wenn man sexuell misshandelt wurde, in einer schwierigen familiären Situation steht, einen Missbrauch hat oder sehr aufs Aussehen fokussiert ist. Das Risiko für Bulimie ist viermal so hoch, wenn man einen Verwandten mit Bulimie oder Anorexie hat.

 

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es bei einer Bulimie?

Bulimie gehört zu den Krankheiten, die unterdiagnostiziert sind. Es vergehen im Durchschnitt vier bis fünf Jahre bis ein Arzt aufgrund von ernsten Bulimie Symptomen aufgesucht wird. Die Behandlung beruht auf Prinzipien der Psychotherapie. Der Patient erhält im Behandlungsverlauf Informationen und Unterricht über die Krankheit, deren Auswirkungen, eine ausgewogene Ernährung und die körperlichen Bedürfnisse eines Menschen. Darüber hinaus werden die krankhaften Gedankenmuster durch gezielte Therapie verändert, um ein gesundes Selbstbild und weniger Kontrollzwang über das Gewicht zu erreichen. Das Ziel ist es ein gesundes Verhältnis zum Körper, der Ernährung und dem Körpergewicht zu erlangen. Da eine Bulimie häufig mit einer Depression oder depressiven Zuständen einhergeht, kann eine antidepressive Medikation in Erwägung gezogen werden. Die Behandlung kann sehr langwierig sein und fordert die Unterstützung von der Familie und Freunden. Viele Patienten profitieren von Gruppentherapien.

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