Erektionsstörung

Erektionsstörung

Was ist eine Erektionsstörung?

Eine Erektionsstörung wird auch als erektile Dysfunktion oder Impotenz bezeichnet. Der Zustand ist davon geprägt, dass keine Erektion erzielt oder lang genug beibehalten werden kann, um ein befriedigendes Sexualleben, auszuleben. Eine Erektionsstörung kann zu einem verminderten Selbstwertgefühl und Stress führen.

Alle Männer erleben hin und wieder Erektionsstörungen, aber in den seltensten Fällen ist ein realer Grund zur Sorge. Die Häufigkeit des Zustandes steigt mit dem Alter: 5% aller 40-Jähriger Männer und 20-25% aller Männer über 65 Jahren leiden an Erektionsproblemen.

Eine Erektionsstörung ist ein normales Problem, was jedoch zu Schwierigkeiten in einer sonst gut funktionierenden Beziehung führen kann. Die Ursachen sind oft reversibel und ungefährlich. In seltenen Fällen verbirgt sich etwas Ernstzunehmendes dahinter. Hat man Erektionsstörungen bei jedem Geschlechtsverkehr, sollte ein Arzt aufgesucht werden.

Zum Glück gibt es heutzutage gute Behandlungsmöglichkeiten.

 

Welche Symptome sind typisch bei einer Erektionsstörung?

  • Probleme eine Erektion zu erzielen
  • Probleme eine Erektion beizubehalten

 

Welche Ursachen gibt es für eine Erektionsstörung?

Wenn ein Mann an Erektionsstörungen leidet, ist das auf ein Zusammenspiel von mehreren Faktoren zurückzuführen: Die Psyche, das Nervensystem, das Blutgefäßsystem und das Hormongleichgewicht.

Die Schwellkörper des Penis enthalten Blutgefäße. Bei sexueller Erregung füllen sich die Blutgefäße im Penis und das führt zum Anschwellen. Wenn sich die Blutgefäße mit Blut füllen, steigt der Druck im Penis. Das führt dazu, dass die Venen zusammengedrückt werden, und dass der Rückfluss des Blutes verhindert wird. Deswegen bleibt der Penis angeschwollen. Wenn sich die Blutgefäße im Penis am Ende einer Erektion wieder zusammenziehen, fällt der Druck und das Blut kann wieder aus dem Penis fließen. 

Eine Erektion ist ein komplizierter physiologischer Prozess, der von einem Zusammenspiel mehrerer Faktoren abhängig ist. Deswegen können auch mehrere Faktoren zu einer Erektionsstörung führen. Die Ursachen können in folgende Kategorien eingeteilt werden:
 

Gefäßprobleme

  • Gefäßerkrankungen: Da eine Erektion von gesunden Blutgefäßen abhängig ist, beeinflusst eine Gefäßerkrankung die Fähigkeit eine Erektion zu erzielen. Diese Krankheiten sind beispielsweise Arteriosklerose, Herzversagen oder Bluthochdruck. Rauchen ist mit einer schlechten Durchblutung verbunden und damit auch zu einer reduzierten Blutzufuhr zum Penis. Deswegen haben Raucher auch häufiger Erektionsstörungen als Nicht-Raucher. Arteriosklerose kann auch durch Übergewicht und Diabetes hervorgerufen werden.


Psychische Probleme

  • Stress, Beziehungsprobleme und die Angst zu versagen, können zu einer Erektionsstörung führen.


Neurologische Probleme

  • Schädigungen der Nerven oder Blutgefäße im Penis können dazu führen, dass die Blutgefäße sich nicht mehr ausweiten können, was dazu führt, dass keine Erektion mehr erzielt werden kann. Nervenschädigungen können auch nach Unfällen, Operationen oder chronischen Krankheiten wie der Parkinsons-Krankheit oder Diabetes entstehen.


Hormonelle Probleme

  • Testosteron spielt eine wichtige Rolle bei einer Erektion. Ein Testosteronmangel kann aufgrund von Diabetes, einer Depression oder einer Chemotherapie entstehen.


Medikamentöse Ursachen

  • Einige Medikamente können eine verringerte Libido oder Erektionsstörungen mit sich führen. Beispiele für diese Medikamente sind Antidepressiva und Bluthochdruckmittel. Aber auch Tabak, Alkohol, Drogen und anabole Steroide können zu Erektionsproblemen führen.

 

Welche Risikofaktoren gibt es für Erektionsstörungen?

  • Diabetes
  • Rauchen
  • Übergewicht
  • Schlechte Kondition

 

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es bei Erektionsstörungen?

Bei einem normalen BMI wird als Erstes empfohlen mit dem Rauchen aufzuhören, Alkohol nur in sehr geringen Mengen zu verzehren, sich täglich körperlich zu bewegen und das Stressniveau möglichst gering zu halten.

Neben Empfehlungen zum Lebensstil, die vorbeugend wirken, können auch Medikamente verschrieben werden. Das meist verschriebene Arzneimittel ist Viagra, das eine halbe Stunde vor dem Geschlechtsverkehr eingenommen wird. Eine Wirkung kann allerdings nur erzielt werden, wenn die Lust auf Sex vorhanden ist.

Darüber hinaus gibt es Hilfsmittel wie Penisringe und Penispumpen, die dabei helfen, die Erektion beizubehalten, indem das Blut im Penis zurückgehalten wird. Man kann auch beide Hilfsmittel kombinieren, indem man die Penispumpe benutzt, um eine Erektion zu erzielen und den Penisring um die Erektion zu bewahren.

Personen, die an andauernden Erektionsproblemen leiden, sollten zu einem Facharzt der Urologie überwiesen werden. Bei psychischen Problemen als Ursache für die Erektionsstörung, empfiehlt es sich eine Behandlung bei einem Psychologen zu beginnen.  

In seltenen Fällen kann ein chirurgischer Eingriff notwendig sein. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn der Penis eine abnorme Krümmung aufweist. Hierbei wird der Penis chirurgisch gerichtet, was die Blutzufuhr augenblicklich verbessert. Es ist auch möglich eine Penisprothese implantiert zu bekommen.

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