Heuschnupfen

Heuschnupfen

Was ist Heuschnupfen?

Heuschnupfen, oder auch allergische Rhinitis, ist eine Bezeichnung für einen entzündlichen Zustand der Atemwege. Eine Allergie ist eine Krankheit, bei der das Immunsystem eine übertriebene Reaktion auf einen harmlosen Stoff (Allergen), hervorruft. Das Immunsystem reagiert normalerweise auf krankheitserregende Viren oder Bakterien, um den Körper vor einer Infektion zu schützen. Bei einer Allergie reagiert das Immunsystem auf die Allergene als wären diese harmlosen Stoffe, krankheitserregende Stoffe.  Heuschnupfen kann saisonbedingt und ganzjährig auftreten. Die Erkrankung kann in Kombination mit Asthma, Ekzemen und Nebenhöhlenentzündungen vorkommen.  In Deutschland leiden ca. 15-20% der Bevölkerung an Heuschnupfen.

 

Welche Symptome sind typisch bei Heuschnupfen?

Die Symptome, die bei Heuschnupfen auftreten entstehen aufgrund von einer Überreaktion des Immunsystems:

·      Juckreiz in der Nase

·      Verstopfte Nase

·      Nebenhöhlenentzündung

·      Häufiges Niesen

·      Laufende Nase

·      Dumpfes Hören

·      Tränende Augen

·      Müdigkeit

·      Abgeschlagenheit

·      Kopfschmerzen

 

Welche Ursachen gibt es für Heuschnupfen?

Heuschnupfen gehört zu den allergischen Krankheiten und ist auf eine Überreaktion des Immunsystems auf ein harmloses Allergen zurückzuführen. Bei Heuschnupfen kann es sich bei den Allergenen um Pollen, Heu, Gras, Unkraut, Hausstaub, Pilze oder Tierhaare handeln. Die Ursachen für die Entwicklung von Heuschnupfen können verschieden sein und sind sowohl erblich bedingt, als auch davon abhängig, ob man in einem Raucherhaushalt bzw. einer luftverschmutzten Umgebung lebt.

Das Immunsystem reagiert bei der ersten Begegnung mit einem Allergen, indem es spezifische Antistoffe (IgE) produziert. Bei einer weiteren Begegnung mit diesem Allergen, binden sich die bereits produzierten Antistoffe an das Allergen und aktivieren die Immunzellen, die das Allergen versuchen zu bekämpfen. Der Körper bekämpft dann das Allergen, indem Histamin freigesetzt wird oder der Niesreflex aktiviert wird.

 

Wann ist die Allergie am schlimmsten?

Je nachdem um welches Allergen es sich handelt, sind die Symptome einer Allergie saison- und situationsbedingt. Eine Pollen-oder Haselallergie ist im Frühling am schlimmsten, während Graspollenallergiker im Sommer am meisten betroffen sind. An einigen Tagen ist die Allergie mehr ausgeprägt, als an anderen und das liegt daran, dass die Pollenflugzeit und Pollensaison variiert. An warmen und trockenen Tagen sind mehr Pollen in der Luft, als an kalten und nassen Tagen. Man kann sich über den Pollenflug auf folgender Internetseite informieren:

https://www.allergiecheck.de/pollenflug/pollenflugvorhersage.html

 

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es bei Heuschnupfen?

Nach Möglichkeit sollte der Kontakt mit dem Allergen, das die Allergie auslöst, vermieden werden. Darüber hinaus gibt es verschiedene Arzneimittel, die die Symptome lindern können.  Ein Beispiel für ein Medikament ist ein Antihistaminikum, das es in Form von Tabletten, Nasenspray oder Augentropfen gibt. Bei schwerwiegenderen Allergien wird Cortison in Tablettenform oder als Nasenspray verschrieben. Da Cortison jedoch starke Nebenwirkungen hat, sollte diese Behandlungsform möglichst begrenzt werden.

Eine andere Behandlungsmöglichkeit ist die sogenannte Hyposensibilisierung. Bei dieser Behandlung wird das Allergen in sehr kleinen Mengen unter die Haut injiziert. Die Dosis wird schrittweise über 8-15 Wochen erhöht und alle zwei Monate mit einer Auffrischung über einen Zeitraum von 3-5 Jahren aufrechterhalten. Auf diese Weise gewöhnt sich das Immunsystem an das Allergen und die Reaktion, und somit die Symptome, werden gelindert.

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