Prostatakrebs

Prostatakrebs

Was ist Prostatakrebs?

Prostatakrebs ist eine Krebserkrankung der Vorsteherdrüse. Die Prostata ist eine Drüse, die beim Mann die Harnröhre umschließt. Durch die Harnröhre läuft der Urin von der Blase durch den Penis. Die Prostata produziert eine Flüssigkeit, die das Sperma transportiert und ernährt.

Prostatakrebs ist die häufigste Krebsform der Männer und entsteht meistens nach dem 50. Lebensjahr. Die Anzahl der Krebserkrankungen ist in den letzten 70 Jahren gestiegen und besonders in den letzten 20 Jahren konnte ein rapider Anstieg beobachtet werden. Diese Tendenzen spiegeln wahrscheinlich wieder, dass die Medizin stetig besser wird, die Erkrankungen zu erkennen. Nach Angaben des Robert Koch –Institutes werden jährlich ca. 63 000 Männer mit Prostatakrebs diagnostiziert.

 

Welche Symptome sind typisch bei Prostatakrebs?

Bei Prostatakrebs ist die Prostata in den meisten Fällen vergrößert. Hier handelt es sich primär um die äußeren Teile der Vorsteherdrüse, die zu allen Seiten relativ viel Platz zum Ausweiten haben. Deswegen merkt man auch kaum Veränderungen und deswegen können bis zu Jahrzehnte vergehen, bevor die Krankheit sich bemerkbar macht.

Viele Männer haben eine vergrößerte Prostata ohne an Krebs erkrankt zu sein, da die Prostata im Laufe des Lebens stetig wächst. Das Wachstum wird durch das männliche Geschlechtshormon Testosteron stimuliert. Die Testosteronproduktion nimmt im Alter nicht ab und deswegen wächst die Prostata ein Leben lang. Durch die Vergrößerung der Prostata können Symptome in Form von Harnwegsproblemen auftreten, da die Prostata auf die Harnwege und Harnröhre drücken kann. Die Symptome bei Prostatakrebs sind also die gleichen wie bei der benignen Prostatahypertrophie:

  • Häufiger Harndrang

  • Dranginkontinenz

  • Schwacher Strahl

 

Sollten sich diese Symptome über einen kurzen Zeitraum entwickelt haben und das Alter entspricht dem 40.-50. Lebensjahr, kann es auf eine Krebserkrankung hindeuten. Hier sollte ein Arzt konsultiert werden.

Andere Symptome, die bei Prostatakrebs auftreten können:

  • Blutiger Urin

  • Blutiges Sperma

  • Reduzierte Spermamenge

  • Schmerzen

  • Probleme zu Urinieren

  • Impotenz

 

Was sind die Ursachen für Prostatakrebs?

Krebs ist eine Erkrankung, die in allen Organen des Körpers entstehen kann. Die Krankheit entsteht aufgrund von Veränderungen des Erbmaterials (DNA). Die Veränderungen führen zu einem unkontrollierten Zellwachstum und der Bildung eines Tumors mit bösartigen Zellen. Krebszellen sind von häufiger Zellteilung und Metastasierung geprägt. Es ist bisher noch unerforscht, warum Prostatakrebs so eine häufige Krebserkrankung ist.

Die Veränderungen in der DNA der Zellen können zufällig geschehen oder aufgrund von äußeren Einwirkungen. Es besteht nämlich ein Zusammenhang zwischen einer ungesunden Ernährung, Übergewicht, Schichtdienst und gewissen Chemikalien (Kadmium und Arsen) und der Entwicklung von Prostatakrebs. In 10 % der Fälle ist die Krebserkrankung auf Grund von erblichen Komponenten entstanden.

 

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es bei Prostatakrebs?

Nicht alle Patienten mit Prostatakrebs müssen behandelt werden. Einige Formen von Prostatakrebs sind gutartig und wachsen so langsam und friedlich, dass diese keine Gefahr für die Gesundheit darstellen.

Die Behandlung von Prostatakrebs beinhaltet ein gewisses Risiko für Nebenwirkung, die mehr Probleme, als die Krankheit selbst, verursachen können. Deswegen bietet man regelmäßige Untersuchungen an, um zu sichern, dass die Krankheit unter Kontrolle ist und sich nicht zu einer bösartigen Form von Prostatakrebs entwickelt. Sollte eine Behandlung notwendig sein, hängt diese von dem einzelnen Patienten ab und wird individuell gestaltet. In den meisten Fällen besteht die Behandlung aus Medikamenten, Operationen oder Strahlentherapie. Sollte der Prostatakrebs nicht zu anderen Organen gestreut haben, sind die Chancen für eine erfolgreiche und heilende Behandlung mit Strahlentherapie oder einer Operation sehr gut.

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