Restless-Legs-Syndrom

Restless-Legs-Syndrom

Was sind ruhelose Beine?

Der Begriff Restless-Legs-Syndrom stammt aus dem Englischen und bedeutet unruhige Beine. Der Zustand ist von einem Bewegungsdrang der Beine geprägt. Die meisten Menschen erleben eine Linderung der Symptome, wenn sie in Bewegung sind. Unmittelbar vermutet man keine Einschränkungen im Alltag, doch viele Menschen leiden an Schlafstörungen aufgrund der unruhigen Beine und das verringert die Lebensqualität.

 

Welche Symptome sind typisch für das Restless-Legs-Syndrom?

Es können folgende Empfindungen in den Beinen wahrgenommen werden:

·      Schmerzen

·      Brennendes Gefühl

·      Juckreiz

·      Das Gefühl von eingeschlafenen Beinen

·      Zuckungen

Einige Personen sind so sehr betroffen, dass die Empfindungen auch in den Armen wahrgenommen werden können.

Die Symptome treten vermehrt in Ruhephasen und zur Schlafenszeit auf. Sie können jedoch auch im Laufe des Tages auftreten.  Die Symptome werden abends als schwerwiegender beschrieben als morgens. Aus diesem Grund erwachen viele Personen mitten in der Nacht und haben große Schwierigkeiten wieder einzuschlafen. Der Zustand wird häufig von einem weiteren Zustand verschlimmert – periodic limb movement disorder(PLMD) – bei dem ein periodenweiser Bewegungsdrang der Extremitäten im Minutentakt auftritt.

Unregelmäßiger und ungenügender Schlaf führt zu einer herabgesetzten Funktion des Körpers und erschwert den Alltag. Schlafentzug kann zu Stimmungsschwankungen, Gereiztheit, Depression, einem geschwächten Immunsystem und gesundheitlichen Problemen führen.

 

Welche Ursachen hat das Restless-Legs-Syndrom?

Der Zustand ist auf eine schlechte Durchblutung, erbliche Vorbelastung und psychotherapeutischer Arzneimittel zurückzuführen. Aber auch Eisenmangel, Nierenversagen oder eine Schwangerschaft können zu diesem Zustand führen. Frauen sind häufiger betroffen als Männer und das Risiko steigt mit dem Alter. Fast jeder Zweite über 60 Jahren leidet in mehr oder weniger ausgeprägten Formen am Restless-Legs-Syndrom.

 

Es gibt zwei Formen vom Restless-Legs-Syndrom, wobei die primäre Form aus unbekannten Ursachen entsteht. Die häufigste Form entsteht vor dem 45. Lebensjahr und hat eine erbliche Komponente. Die Symptome dieser Form werden mit den Jahren immer ausgeprägter.

Die andere Form, das sekundäre Restless-Legs-Syndrom, entsteht meistens später als die primäre Form und die Symptome verschlimmern sich nicht.  

Krankheiten, die zu dem Restless-Legs-Syndrom führen können sind beispielsweise Diabetes, Eisenmangel, Nierenversagen oder die Parkinson-Krankheit. Die primäre Form kann nicht geheilt werden, während die sekundäre Form mit Behandlung der auslösenden Krankheit gelindert werden kann.

 

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es bei dem Restless-Legs-Syndrom?

Die Krankheit kann nicht geheilt werden, aber die Symptome können mit Hilfe von Schmerzmitteln, Dehnübungen, Massage und Entspannungstechniken gelindert werden. Es hat sich gezeigt, dass moderates Training, sowie das Fernhalten von Koffein, Rauchen und Alkohol eine lindernde Wirkung hat. Es werden sogenannte dopaminerge Arzneimittel verschrieben, die auch bei der Parkinson-Krankheit angewendet werden.

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