Schizophrenie

Schizophrenie

Was ist Schizophrenie?

Schizophrenie ist eine psychische Krankheit, die die Gedanken, Sinne und Gefühle krankhaft verändert – es kann nicht zwischen Wirklichkeit und Phantasie unterschieden werden. Die Krankheit tritt häufig bei jungen Leuten zwischen 15 und 25 Jahren auf – etwas häufiger bei Jungen als bei Mädchen. In Deutschland erkranken jährlich ca. 10.000 Menschen an Schizophrenie.

 

Welche Symptome sind typisch bei Schizophrenie?

Die psychotischen Symptome können sich folgendermaßen äußern:

·      Man kann nicht zwischen Phantasie und Wirklichkeit unterscheiden

·      Halluzinationen. Man kann Stimmen hören, Menschen sehen oder Berührungen spüren, die in Wirklichkeit nicht existieren. Häufig hören diese Menschen Stimmen, die ihr Verhalten oder Handlungen kommentieren

·      Zwangsvorstellungen: man ist der Auffassung, dass die eigenen Vorstellungen real sind, obwohl es sich lediglich um Phantasien handelt. Viele fühlen sich von dunklen Mächten verfolgt.

·      Veränderungen im Sozialverhalten: Man verliert die Lust mit anderen Menschen zu interagieren.

·      Abgeschlagenheit: Man ist sehr müde und einfache Alltagstätigkeiten werden zu einer Herausforderung

·      Interesselosigkeit: Man hat keine Lust an Freizeitaktivitäten teilzunehmen und beginnt sich zu isolieren.

·      Sprachstörungen: Man ist nicht in der Lage eine zusammenhängende Konversation zu führen. Es fällt schwer sich gewählt auszudrücken und der Wortschatz wird kleiner.

 

Welche Ursachen gibt es für Schizophrenie?

Die Ursache für Schizophrenie ist noch nicht vollständig erforscht, aber Faktoren wie Erblichkeit und Umgebung können eine Rolle spielen. Die Krankheit ist in gewissem Umfang erblich, denn wenn Angehörige an Schizophrenie leiden oder gelitten haben, ist das Risiko für die Entwicklung dieser Krankheit, erhöht.

Einige Theorien besagen, dass die Krankheit auf einen Entwicklungsfehler des Gehirns im frühen Kindesalter zurückzuführen ist. Dieser Entwicklungsfehler soll angeblich die Anfälligkeit für diese Krankheit verstärken.

Besonders anfällige Personen reagieren dann auf psychische Belastungen und negative Einflüsse mit der Entwicklung von psychischen Krankheiten, wie beispielsweise Schizophrenie.

 

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es bei Schizophrenie?

Schizophrenie kann mit Selbsthilfe behandelt werden. Die Behandlung besteht aus drei Komponenten:

1.     Antipsychotische Medikamente: Diese Medikamente blockieren den Signalstoff Dopamin im Gehirn. Eine Überproduktion dieses Signalstoffes ist nämlich mit Schizophrenie assoziiert. Diese Medikamente haben leider schwere Nebenwirkungen:

·      Innere Unruhe

·      Steife Gelenke und Muskeln

·      Muskelkrämpfe

·      Unfreiwillige Bewegungen

·      Gewichtszunahme

·      Bluthochdruck

·      Diabetes

 

2.     Psychotherapie: Das Selbstwertgefühl und die Auffassung einer selbst wird in Gesprächen gestärkt. Hier wird die Familie oft involviert um den Effekt der Behandlung zu optimieren

3.     Sozialpsychiatrische Maßnahmen: Man versucht, ein Verständnis und eine Einsicht in die Krankheit und deren Verlauf zu erlangen. Hier werden kleine Unterrichtseinheiten und Gruppentherapien angeboten.

Schizophrenie ist eine psychische Krankheit, die eine jahrelange Behandlung erfordert. Aber eine Heilung ist zum Glück im Bereich des Möglichen.

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