Schlafstörungen

Schlafstörungen

Was sind Schlafstörungen?

Eine Schlafstörung oder Schlafentzug entsteht dann, wenn eine Person nicht genügend Schlaf bekommt, um sich wach und aufnahmefähig zu fühlen. Der Bedarf an Schlaf variiert von Person zu Person. Einige Menschen, besonders Ältere, empfinden Schlafentzug als weniger störend, als Kinder beispielsweise.

 

Laut der National Sleep Foundation wird folgende Menge Schlaf empfohlen:

·      Neugeborene (0-3 Monate): 14-17 Stunden

·      Babys (4-11 Monate): 12-15 Stunden

·      Kleinkinder (1-2 Jahre): 11-12 Stunden

·      Kindergartenkinder (3-5 Jahre): 10-13 Stunden

·      Junge Kinder (6-13 Jahre): 9-11 Stunden

·      Teenager (14-17 Jahre): 8-10 Stunden

·      Erwachsene (18-64 Jahre): 7-9 Stunden

·      Ältere Erwachsene (65+): 7-8 Stunden

 

Welche Symptome sind typisch bei Schlafentzug?

·      Stimmungsschwankungen

·      Müdigkeit

·      Gereiztheit

·      Vergesslichkeit

·      Konzentrationsschwierigkeiten

·      Motivationslosigkeit

·      Antriebslosigkeit

·      Verringerte Libido

 

Nach 16 wachen Stunden versucht der Körper den Bedarf an Schlaf nachzuholen. Bei Versuchen dem Schlafmangel entgegenzuwirken, steigt das Risiko für kurze Einschlafattacken. Dies sind unkontrollierbare Reaktionen des Körpers, die dazu führen, dass die Person nicht in der Lage ist, die Umgebung ordentlich wahrzunehmen.

Die Augen sind unter diesem Zustand häufig geöffnet, obwohl die Person in diesem Zeitraum keine visuellen Eindrücke einfangen kann.

Da diese Einschlafattacken sehr plötzlich auftreten, können Menschen, die zu wenig geschlafen haben, in katastrophale Folgen verwickelt werden – wie beispielsweise beim Bedienen von schweren Maschinen oder im Straßenverkehr.

Die Einschlafattacken treten auch auf, wenn man sich selbst zwingt, wach zu bleiben. Darüber hinaus ist es besonders schwer sich mehr als 48 Stunden wach zu halten, da der Körper einen eingebauten Schlafmechanismus hat.

 

Welche Folgen hat Schlafentzug?

Schlafentzug schwächt die Hirnfunktionen, die in der Großhirnrinde angelegt sind. Das führt dazu, dass die emotionalen Reaktionen der Amygdala nicht mehr gesteuert werden können.  Das wiederum führt dazu, dass unnormale Gefühlsreaktionen entstehen. Schlaf ist sehr wichtig für die Konzentrationsfähigkeit und Lagerung sowie Speicherung von Erinnerungen.

Wenn man sich die ganze Nacht wach hält und die Menge an Schlaf drastisch reduziert, beginnt der Körper Stresshormone auszuschütten, die Wachstum und Appetit hemmen. Schlafentzug führt zu einer Schwächung des Immunsystems und das wiederum führt zu einem erhöhten Risiko für chronische Krankheiten und medizinische Probleme.

Menschen, die an Schlafstörungen oder Schlafentzug leiden haben eine Tendenz sich wertlos, ungenügend und machtlos zu fühlen, ein schlechtes Selbstbewusstsein zu haben und generell eine niedrige Lebensqualität zu haben. Viele dieser Gefühle und Empfindungen bleiben auch nach Nachholen des fehlenden Schlafs oder der Einnahme von Koffein, bestehen.

Dazu kommt auch, dass Menschen mit Schlafentzug ein höheres Risiko für die Entwicklung von Depressionen, Angstzuständen und Paranoia haben. Forschung hat gezeigt, dass wenig Schlaf zu einer Gewichtszunahme bei Kindern führen kann. Pro Stunde reduziertem Schlaf, entsteht eine Erhöhung des BMI um 0,35. Die Gewichtszunahme kann zu Bluthochdruck, Diabetes, Übergewicht, Herzproblemen und Schlaganfällen führen.

 

Wie wird Schlafentzug behandelt?

Es ist lebensnotwendig den Bedarf an Schlaf zu decken – Die gute Nachricht ist jedoch, dass die negativen Folgen von Schlafentzug ausgeglichen werden können: nämlich indem man den Schlaf nachholt. Deswegen ist die Behandlung von Schlafentzug auch genügend Schlaf und das Verhindern von Schlafentzug.

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