Sjögren-Syndrom

Sjögren-Syndrom

Was ist das Sjögren-Syndrom?

Das Sjögrens Syndrom ist eine chronische Entzündung des Bindegewebes, die die Funktion der Tränen- und Speicheldrüsen beeinträchtigt. Die Krankheit betrifft am häufigsten Frauen im Alter zwischen 30 und 50 Jahren.

 

Welche Symptome sind typisch für das Sjögren-Syndrom?

Die Symptome bei dem Sjögren Syndrom sind auf die Beeinträchtigungen der Drüsen zurückzuführen: Trockene Augen und Mundtrockenheit. Begleiterscheinungen in Form von Abgeschlagenheit oder Müdigkeit kommen vor. Folgende Symptome sind typisch:

  • trockene Augen und Mundtrockenheit (so trocken, dass es sich wie Sand in den Augen anfühlt)
  • Schmerzen und Juckreiz in den Augen
  • Gerötete Augen
  • Erhöhtes Risiko für Karies
  • Hautauschlag
  • Gelenk- und Muskelschmerzen

 

Was sind die Ursachen für das Sjögren-Syndrom?

Die Ursachen für den Zustand sind noch unbekannt, jedoch tritt die Krankheit häufig in Verbindung mit rheumatischen oder autoimmunen Erkrankungen auf.  Eine autoimmune Erkrankung ist davon geprägt, dass der Körper dieser Patienten anfängt, sich selbst anzugreifen. Man vermutet auch, dass einige Umweltfaktoren zu einem Entzündungszustand führen können.

 

Wie lebt man mit dem Sjögren-Syndrom?

Die Speicheldrüsen verlieren ihre Funktion und es ist nicht mehr möglich, die Zähne ausreichend sauber zu halten. Die Speichelproduktion ist dann in einem so schweren Grad reduziert, dass dieser die Entwicklung von Karies nicht mehr verhindern kann.
Darüber hinaus führt die reduzierte Speichelproduktion dazu, dass Schwierigkeiten beim Schlucken der Nahrung, auftreten können.

 

Wie wird die Diagnose gestellt?

Der behandelnde Arzt fokussiert auf die genannten Symptome, da diese Kriterien für die Diagnose von dem Sjögren-Syndrom sind.
Es werden Blutproben genommen, um zu untersuchen, ob sich Antistoffe im Blut befinden, die das körpereigene Gewebe angreifen. Bei reduzierter Tränenflüssigkeitsproduktion, kann dies mit einem Stück Papier untersucht werden.

Eine mögliche reduzierte Speichelproduktion wird untersucht, indem der Patient ein trockenes Lebensmittel (beispielsweise einen Keks) zu sich nimmt. Bei normaler Speichelproduktion wird der Keks im Laufe von 20 Sekunden geschluckt. Bei reduzierter Speichelproduktion dauert dies länger.
Manchmal ist es notwendig, eine Gewebeprobe (Biopsie) der Lippen zu nehmen, um die Diagnose zu stellen.

 

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es bei dem Sjögren Syndrom?

Der Zustand kann nicht geheilt werden. Dennoch kann man die Symptome lindern.

Man kann mit künstlicher Tränenflüssigkeit die trockenen Augen behandeln – nicht verschreibungspflichtig.
Der Mundtrockenheit kann man mit reichlich Flüssigkeitszufuhr entgegenwirken. Hier sollte die Flüssigkeit nach Möglichkeit keinen Zucker enthalten.  Darüber hinaus hat Kaugummi kauen einen speichelfördernden Effekt.
Bei Gelenk- und Muskelschmerzen kann schmerzlindernde Medizin, wie Paracetamol oder Ibuprofen eingenommen werden.
Bei Rheumaerkrankungen wird eine spezialisierte Behandlung angestrebt, die in Zusammenarbeit mit einem Rheumatologen ausgearbeitet wird.

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