Sogar der Hausputz kann das Gehirn jung und frisch halten

Sogar der Hausputz kann das Gehirn jung und frisch halten

Nicht nur harte körperliche Betätigung kann das Gehirn stimulieren, sogar leichte Alltagsaktivitäten, so wie Putzen und Aufräumen haben eine positive Wirkung auf das Gehirn. Natürlicherweise schrumpft das Gehirn mit dem Alter, aber einige Methoden können helfen, diesen Prozess etwas zu verlangsamen.

Je älter man wird, desto kleiner wird das Gehirn. Mit 60 Jahren, schrumpft das Gehirn jährlich um circa 0,2 Prozent. Die Verringerung des Hirngewebes ist unter anderem mit Demenz verbunden.

In der heutigen immer automatisierteren Welt, kann der gute alte Hausputz dazu beitragen, das Gehirn aktiv zu halten, und das besonders wenn man etwas in die Jahre gekommen ist. Darüber berichtet die Zeitung The Guardian in einem Artikel zu diesem Thema, der auf einer neuen Studie basiert.

Fit zu bleiben ist gesund und trägt zu einem angenehmeren Lebensabend bei. Nur Wenige bezweifeln den positiven Effekt eines aktiven Lebenesstils. Beim Thema Bewegung denken einige automatisch an zermürbende Fitnessbesuche oder das allgemein übliche Joggen, was sich merkwürdigerweise immer länger anfühlt.

 

Harte körperliche Betätigung ist immer noch gut für Sie

Anstrengende körperliche Betätigung so wie Krafttraining oder Ausdauertraining sind mit eindeutigen gesundheitlichen Vorteilen verbunden. Diese Studie bestreitet das in keinster Weise. Im Gegenteil, die Studie versucht einen möglicherweise ungeachteten Gesichtspunkt hervorzuheben – nämlich, dass all die leichte und unbewusste körperliche Bewegung auch zählt. Sogar minimale Bewegung, die jeweils höchstens eine oder zwei Minuten dauert. 

Die Studie untersuchte 2354 Probanden mittleren Alters in den USA. Die Probanden wurden mit einem Fitnerss Tracker ausgestattet und anschließend einem Gehirnscan unterzogen. 

Die Studie wies nach, dass Probanden, die täglich einer Stunde leichter körperlicher Bewegung nachgingen, ein 0,22 Prozent größeres Gehirn aufwiesen. Das entspricht einem Jahr Hirnalterung. Die Probanden, die täglich durchschnittlich mehr als 10.000 Schritte zurücklegten, hatten ein 0,35 Prozent größeres Gehirnvolumen als die Probanden, die täglich durchschnittlich weniger als 5.000 Schritte zurücklegten. Die Prozentzahl von 0,35 entspricht einer Hirnalterung von 1,75 Jahren.

 

Gute Neugikeiten für Sportmuffel

Gute Nachrichten für Senioren. Denn das bedeutet, dass jeder einer Tätigkeit nachgehen kann, die das Hirn fördert. Senioren, die möglicherweise nur unter großen Schwierigkeiten harte körperlicher Betätigung ausüben können, können sich nun über den Nutzen leichter Betätigung freuen.

Es könnte sich auch als vorteilhaft herausstellen für diejenigen, die Schwierigkeiten damit haben andauernde Motivation beim Sport zu finden. Auch sie können ihrem Gehirn etwas Gutes tun, indem sie einfach einen tragbaren Staubsauger halten anstatt zum Roboterstaubsauger zu wechseln. 

Die Studie hat jedoch ihre Grenzen. Sie kann keine direkte Kausalität zwischen geringer physischer Aktivität und geringerem Hirnvolumen nachweisen. Die Studie weist lediglich einen mathmatischen Zufall auf. Die Kausalität könnte auch umgekehrt sein. Mit anderen Worten, anstatt zu behaupten, dass diejenigen, die weniger aktiv sind kleinere Gehirne haben, könnte es sein, dass diejenigen mit kleineren Gehirnen, weniger aktiv sind. 
 

Quellenverzeichnis

1. https://www.theguardian.com/science/2019/apr/19/household-chores-keep-brai…

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